Warum ich fotografiere

Irgendwann im Winter 2014 kam mir die Idee eine gute Kamera zu kaufen. Mit super Zoom.

Ich hatte eine, so ist es nicht. Eine kleine einfache Kamera hatte ich, eine die mein Sohn auch gerne mit auf Klassenfahrt nehmen durfte. Eine Kamera über dessen Verlust ich nicht traurig gewesen wäre, wenn sie kaputt oder verloren gegangen wäre.

Kurz nach dem Umzug in unsere jetzige Wohnung sah ich ständig den Mond über unserem Haus stehen. Komisch habe ich gedacht, wo war der eigentlich die ganze Zeit. Immer wenn der Himmel wolkenfrei war, sah ich ihn.

Ich sah ihn wachsen und kleiner werden. Ich sah wie die Wolken an ihm vorbeiflogen oder ihn verdeckten. Gespannt wartete ich oft auf den Moment in dem die Wolken die Sicht wieder frei gaben.

Wow

So ein wunderschöner Stern.

Den möchte ich fotografieren!!!!!

Aber: Es musste eine entsprechende Kamera her.

Es war etwas Geld am Monatsende übrig und ich war wild entschlossen eine Kamera mit Superzoom zu kaufen- und dann sollte er fällig sein-mein Mond. (schließlich steht er ja nicht umsonst jeden Abend über meiner Wohnung)

Und dann war sie da, meine Kamera.

Und dann war er fällig, Mein Mond.

Ich habe ihn vom Himmel geholt mit dem Superzoom.

Fantastisch.

Ich konnte die vielen Krater auf diesem Stern sehen. Unglaublich schön. Unzählige Fotos habe ich vom Mond gemacht. Wie er wächst und wieder kleiner wird. Mit Wolken und ohne. Auch tagsüber.

Manchmal denke ich, er begleitet mich überall hin.

 



Dann kam der Frühling mit seinen fantastischen Farben und ich war immer, wenn es meine Zeit zuließ, mit der Kamera unterwegs.

Ich wollte so viele Farbtupfer wie möglich festhalten, zur Erinnerung, wenn der Winter kommt.

Ich lief den schönsten Sonnenaufgängen entgegen und den schönsten Sonnenuntergängen hinterher.

Traumhaft

Selbst als der Herbst kam war ich noch unterwegs. Dabei hatte ich im Frühjahr gedacht, im Herbst ist alles vorbei und bei Regen erst recht.

Von wegen: Ihr glaubt gar nicht wie schön der Herbst ist auch bei trüben und regnerischem Wetter.

Es kann so schön sein, wenn Nebel durchs Land kriecht oder Wassertropfen auf Blättern hin und her wackeln. Es sieht fantastisch aus, wenn Regentropfen in Pfützen fallen.

Warum habe ich das früher nicht bemerkt?

Früher habe ich oft hinter dem Fenster gestanden, wenn das Wetter schlecht war, rausgeschaut und darüber gejammert das die Sonne nicht scheint. Dementsprechend sank eine Stimmung oft in den Keller.

Heute kenne ich diese „Wetterlaunen“ nicht mehr. Wenn ich heute etwas Schönes haben möchte was meine Stimmung aufheitern soll, dann nehme ich mir meine Kamera und gehe nach draußen.

Draußen finde ich immer etwas was mein Auge erfreut. Du auch? Schau mal genau hin!

 



PS. Also ich habe auf jeden Fall etwas gefunden, etwas das mir die Augen geöffnet hat für ein paar schöne Dinge im Leben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0


 

 

Aktuelle Ausstellung

Josephs-Hospital Warendorf